Bilaterale Verbindungen

Die Schweiz und Norwegen pflegen gute bilaterale Verbindungen. Die zwei Länder haben in den letzten Jahren ihre Aussen- und Wirtschaftspolitische Zusammenarbeit erweitert. Die Schweiz ist ein wichtiger Partner für Norwegen innerhalb der EFTA, der WTO und der UN. Norwegische Politiker besuchen die Schweiz immer häufiger, um Erfahrungen austauschen und die schweizerische Politik näher kennenzulernen. Dies gilt besonders in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Finanz, Gesundheit, Wirtschaft und Justiz. Auch im Kulturbereich gibt es einen ständigen Austausch zwischen den zwei Ländern. Norwegische Künstler besuchen immer wieder die Schweiz mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen.

EFTA und EWR

Die EFTA stellt für Norwegen und die Schweiz eine wichtige wirtschaftspolitische Zusammenarbeit dar. Die EFTA hat bislang 36 Freihandelsabkommen mit 26 Drittländern ausgehandelt. Im Gegenteil zu den anderen drei EFTA-Ländern (Norwegen, Lichtenstein, Island) ist die Schweiz aber nicht EWR-Mitglied. Durch den laufenden Dialog zwischen Bern und Brüssel zur Entwicklung der bilateralen Abkommen hat sich die EWR-Debatte in der Schweiz aktualisiert. Die norwegsiche Ausführung zum EWR-Abkommen «Ausserhalb und Innerhalb», die 2012 veröffentlicht wurde, hat besonders Interesse erregt. Norwegische und schweizerische Politiker und Beamten führen einen laufenden Dialog über EU-bezogene Themen.

Gleichstellung

Beim Thema Gleichstellung haben norwegische und schweizerische Politiker einen weiteren Verknüpfungspunkt gefunden. Die letzten Jahren haben mehrere Treffen stattgefunden, sogar auf Ministerebene. Insbesondere die Frauenquote in norwegischen Firmenvorständen hat in schweizerischen Medien Aufmerksamkeit erregt.

UN-Zusammenarbeit

2002 ist die Schweiz in die UN eingetreten. Seitdem hat die UN einen wichtigen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Norwegen und der Schweiz dargestellt. Jährlich werden bilaterale Gespräche über menschliche Sicherheit geführt, hierunter Menschenrechte, Frieden und humanitäre Hilfe.

Energiesektor

Auch im Energie-Sektor arbeitet die Schweiz und Norwegen zusammen. Die schweizerische Energiegesellschaft EGL, norwegische Statoil und deutsche EON Ruhrgas sind Partner des sogenannten TAP-Projektes (Trans Adriatic Pipeline), in dem es darum geht, eine Gasleitung von Aserbaidschan nach Italien zu bauen. Damit will die Schweiz ihre zukünftige Gasversorgung sichern. Naturgas ist ausserdem eine der wichtigsten norwegischen Exportwaren im Handel mit der Schweiz. 2010 kam etwa ein Viertel des totalen schweizerischen Einfuhrs von Naturgas aus Norwegen.

World Economic Forum

Das jährliche Gipfeltreffen des World Economic Forums (WEF) in Davos ist ein wichtiges Ereignis, bei dem Vertreter der Wirtschaft und Politik aus aller Welt zusammenkommt. Das Kronprinzpaar sowie Minister der norwegischen Regierung haben regelmässig am Treffen in Davos teilgenommen.

Kultur 

Die Botschaft unterstützt ein breites Spektrum an Kulturveranstaltungen, von Pop/Rock-, Jazz- und klassischen Konzerten, bis hin zu Lesungen und Ausstellungen in schweizer Gallerien und Museen. Theaterstücke von norwegischen grössen wie Jon Fosse und Henrik Ibsen sind immer wieder auf schweizerischen Bühnen zu sehen. Im Rahmen des Munch-Jubiläums 2013 wird eine umfassende Munch-Ausstellung im Kunsthaus Zürich stattfinden. Die Ausstellung wird ausschliesslich der grafischen Arbeit Munchs gewidmet sein. 

Seit 2011 ist das mini-Festival «Sounds Nordic, Sounds Good!» von den Botschaften der vier nordischen Ländern Norwegen, Schweden, Dänemark und Finland jährlich veranstaltet worden. Beim Festival werden sowohl gut etablierte, wie auch “up-and-coming” Pop- und Rockbands aus den nordischen Ländern einem schweizerischen Publikum vorgestellt. Aus Norwegen haben Sivert Höyem (2011), Kaizers Orchestra (2012) und Helldorado (2013) bis jetzt beigetragen. Die bisherigen Ausgaben des Festivals haben ein breites Publikum erreicht und viel positive Aufmerksamkeit in den Medien erregt. “Sounds Nordic, Sounds Good!” bietet somit eine gute Möglichkeit, norwegische Musik in einem gemeinsamen, nordischen Konzertprogram vorzustellen.