Eckdaten (s.u. für Details):
- Bewerben können sich Kurator*innen sowie Künstler*innen aus den Sparten Bildende Kunst, Performance Kunst, Film sowie interdisziplinär arbeitende Künstler*innen.
- Die Aufenthaltsdauer beträgt ein bis drei Wochen im Zeitraum 1. Juni bis 31. August 2026.
- Bewerbungsschluss ist 7. April 2026 (Dienstag nach Ostern).
- Das Künstler*innenhaus Dortmund stellt eine Gästewohnung und ein Atelier zur Verfügung, die norwegische Botschaft übernimmt Reisekosten (bis 4000 NOK) und zahlt ein Stipendium (5000 NOK pro Woche).
«Residens i Residensen» richtet sich an Kurator*innen, Künstler*innen und andere Schaffende im Bereich der Kultur. Ziel ist es, dazu beizutragen, der norwegischen Kulturszene mehr internationale Möglichkeiten zu eröffnen und die deutschen und norwegischen Kulturszenen untereinander stärker zu vernetzen. Eine Liste mit Alumni des Programms gibt es hier.
In 2026 wird ein ein- bis dreiwöchiger Aufenthalt im Ruhrgebiet angeboten. Mit über 5 Millionen Einwohnern ist die Region größter Ballungsraum Deutschlands – und hat nicht einmal eine halbe Million weniger Einwohner als das flächenmässig erheblich größere Norwegen. Zum Ruhrgebiet, historisches Zentrum der Industrialisierung Deutschlands, gehören mit Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum vier der zehn grössten deutschen Städte sowie etwas kleinere wie Gelsenkirchen, Oberhausen und Mülheim mit mit ihren vielen Hochschulen, Denkfabriken, Konzertorten, Literaturinstitutionen, Museen und Galerien. In der Region befinden sich neben dem Künstler*innenhaus Dortmund weitere anerkannte Institutionen wie Folkwang Museum, Gasometer, Hartware Medienkunstverein, Dortmunder U, Museum Ostwall, Küppersmühle, Lehmbruck-Museum, Zentrum für Internationale Lichtkunst, Villa Hügel, Zeche Zollverein sowie diverse Spezialmuseen und kleinere Institutionen. Zudem sind Köln, Düsseldorf und Bonn mit u.a. Bundeskunsthalle, Kunstpalast, Museum Ludwig nicht weit.
Mit dem Künstler*innenhaus Dortmund ist die Residenz in einer der zentralen Produktions- und Präsentationsstätten für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet angesiedelt. Das Haus, gegründet als selbstorganisierte Künstler*inneninstitution, bietet Ateliers, Residenzprogramme, Ausstellungsflächen und Vermittlungsformate und ist Plattform für künstlerische Produktion, Diskurs und internationale Vernetzung.
In den vergangenen Jahren hat sich das Künstler*innenhaus als wichtiger Knotenpunkt der freien Kunstszene in Nordrhein-Westfalen etabliert, mit einem Programm, das lokale Positionen mit internationalen Perspektiven verschränkt. Neben kuratierten Ausstellungen prägen interdisziplinäre Projekte, Performance- und Medienkunstformate sowie Kooperationen mit Hochschulen und internationalen Partnerinstitutionen das Profil.
Umfang des Stipendiums: «Residens i Residensen» umfasst kostenlose Unterkunft in einer Gästewohnung des Künstler*innenhauses Dortmund sowie ein Stipendium, das Unterstützung für Reisekosten (max. 4000 NOK) und Ausgaben in Deutschland beinhaltet (5000 NOK pro Woche). Darüber hinaus lädt die Botschaft Stipendiat*in und ausgewählte relevante Kontakte zu einem Netzwerktreffen während des Aufenthalts ein. Der Gast präsentiert Arbeit und Zweck seines Deutschlandbesuchs während dieser Veranstaltung in Dortmund und wird mit wichtigen Vertreter*innen der Kulturszene des Ruhrgebiets zusammengebracht.
Die Bewerbung sollte vorzugsweise auf Englisch formuliert sein (alternativ auf Norwegisch) und enthalten:
- Lebenslauf (CV)
- Kurze Beschreibung eines laufenden oder geplanten (Recherche-)Projekts, zu dem ein Aufenthalt im Ruhrgebiet beitragen würde. Es sollte auch eine Liste von Treffen/Besuchen bei Institutionen beigefügt werden, die der Bewerber für den Aufenthalt plant. Der Plan sollte Raum für spontane Treffen mit neuen Kontakten lassen, die während der von der Botschaft konzipierten oben erwähnten Veranstaltung und während des Aufenthalts entstehen. Die Projektbeschreibung sollte nicht länger als 3500 Zeichen einschließlich Leerzeichen sein.
- Gewünschter Zeitraum, gerne mehrere Alternativen (1-3 Wochen). Frühester Startzeitpunkt ist 1. Juni 2026, der Aufenthalt in Dortmund muss bis zum 31. August 2026 abgeschlossen sein.
- Schriftliche Referenz («letter of recommendation») von Vorgesetzten, Kooperationspartnern oder ähnlichen, die den Aufenthalt unterstützen.
Kandidaten müssen norwegische Staatsbürger sein oder in Norwegen leben und tätig sein.
Unvollständige Bewerbungen (z.B. fehlende Unterstützungsschreiben) können nicht berücksichtigt werden.
Die Bewerbung sollte digital als ein PDF-Dokument eingereicht werden und im Betreff der E-Mail «Bewerbung "Residens i Residensen" Dortmund 2026» enthalten. Die E-Mail an emb.berlin@mfa.no mit Kopie an clemens.bomsdorf@mfa.no und franciska.nordset@mfa.no senden. Fragen zum Programm können ebenfalls an diese Adressen gerichtet werden.
Die Auswahl erfolgt in Absprache mit externen Partnern aus relevanten Fachgebieten im Netzwerk Norwegian Arts Abroad und dem Künstler*innenhaus Dortmund.
Bewerbungsschluss für das «Residens i residensen» Stipendium für Dortmund ist Dienstag nach Ostern, 7. April 2026.
Es besteht kein Anspruch auf Auswahl. Dies gilt auch, wenn alle formellen und materiellen Anforderungen für die Vergabe des Stipendiums erfüllt sind.