Klima und Umwelt

Klimawandel und Umweltschäden zählen zu den größten und dramatischsten Herausforderungen, denen die Welt gegenübersteht. Viele Länder erleben schon jetzt die Folgen des Klimawandels. In Norwegen werden die Auswirkungen besonders in den nördlichen Teilen des Landes deutlich.
Foto: Bjørnulf Remme/Norad

Extremes Wetter trifft häufiger ein als früher, und der Anstieg des Meeresspiegels, Dürre und Überschwemmungen nehmen zu. Allein der Luftverschmutzung fallen jedes Jahr sieben Millionen Menschen zum Opfer. Klimawandel und Umweltschäden führen zur Zerstörung unserer Ökosysteme, was sich negativ auf Entwicklung, Gesundheit und Nahrungsmittelerzeugung auswirkt. Der Klimawandel verschlimmert humanitäre Katastrophen, trägt zu Konflikten bei und macht schwer betroffene Gebiete unbewohnbar. Für die Verhinderung weiterer verheerender Klimaschäden ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Länder etwas dafür tun. Durch Vorbeugung werden Menschenleben und Werte gerettet, und es ist weniger humanitäre Hilfe nötig, wenn ein Unglück eintrifft.

Die Regenwälder zählen zu den größten Kohlenstoffspeichern der Erde, geben Millionen von Menschen einen Broterwerb und sind Lebensraum für über die Hälfte der bekannten Pflanzen- und Tierarten der Welt. Norwegen lässt erhebliche Entwicklungshilfebeträge in die internationalen Bemühungen zur Verminderung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung (REDD+) fließen.

Das Pariser Klimaabkommen trat im November 2016 in Kraft. Dies ist das erste globale Abkommen, das alle Staaten verpflichtet, sich immer anspruchsvollere Klimaziele zu setzen und Schadstoffeinträge zu reduzieren. Norwegen zählte zur ersten Gruppe von Ländern, die das Abkommen ratifiziert haben. Das Pariser Abkommen gibt Grund zur Hoffnung, dass die Welt gefährliche Klimaänderungen durch gemeinsame Anstrengungen verhindern kann.

Zielsetzungen

  • Die Emission schädlicher Klimagase vermindern, um dadurch die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu senken und als Zielsetzung auf 1,5 °C zu begrenzen
  • Gefährdete Länder in die Lage versetzen, sich auf den Klimawandel einzustellen
  • Den Folgen von Klima- und Naturkatastrophen vorbeugen
  • Entwaldung verhindern und dadurch die Emission schädlicher Klimagase reduzieren
  • Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und Nahrungsmittelsicherheit gewährleisten 
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Waldschutzprogramm REDD+

Norwegen stellt seit 2007 aus dem Entwicklungshilfe-Etat jährlich bis zu drei Milliarden norwegische Kronen für die internationalen Bemühungen zur Verminderung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschäden (REDD+) bereit.

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Reform der Subventionierung fossiler Brennstoffe

Norwegen ist Mitglied der Freundesgruppe für die Reform der Subventionierung fossiler Brennstoffe. Die Begrenzung der Subventionierung ist ein wichtiger Faktor für sauberere Luft und die Verfügbarkeit öffentlicher Mittel für Entwicklungsmaßnahmen.

Norwegens beitrag

  • Unterstützung von Pariser Klimaabkommen, Nachhaltigkeitszielen und Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge, die alle von den UN-Mitgliedstaaten ausgearbeitet und beschlossen wurden
  • Verminderung eigener Klimagas-Emissionen um vierzig Prozent bis 2030
  • Bereitstellung von Mitteln für Klimamaßnahmen im Rahmen des Grünen Klimafonds (GCF), der Global Environmental Facility (GEF), der Weltbank und mehrerer anderer multilateraler Fonds und Partner
  • Treibende Kraft des internationalen Engagements für Gesundheit und Klima
  • Befürwortung des Ausstiegs aus der Subventionierung fossiler Brennstoffe
  • Unterstützung von nachhaltiger Stadtentwicklung und erneuerbarer Energie als Beitrag zu einer nachhaltigen sozialen Entwicklung und Wirtschaftswachstum
  • Beitrag zu einer nachhaltigen Verwaltung von Meeresressourcen 
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Erneuerbare Energie ist entscheidend

Der Energiesektor ist für über sechzig Prozent der Klimagas-Emissionen verantwortlich. Die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie ist daher ein entscheidender Faktor für eine nachhaltige Entwicklung.

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Forschungsschiff „Dr. Fridtjof Nansen“:

Norwegische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben nachgewiesen, dass sich auf den Meeresböden weltweit rund fünf Billionen Kunststofffragmente angesammelt haben. Wenn Fische solchen Plastikmüll schlucken, führt das zu Lebervergiftung und Stoffwechselproblemen.