Deutsche Sterneköchin liebt norwegischen Skrei

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Cornelia Poletto. Foto: Norwegische Botschaft

Wenn die deutsche Sterneköchin Cornelia Poletto die Winterspeisekarte für ihr Restaurant in Hamburg zusammenstellt, ist Skrei ein Hauptgericht, das niemals ausgetauscht wird.

„Ich liebe den norwegischen Skrei einfach. Weil er sich in den Wintermonaten so viel im kalten Wasser bewegt, ist sein Fleisch besonders fest, zart und aromatisch. Daher ist es für mich nur natürlich, jedes Jahr aufs neue Winterkabeljau, also Skrei, auf die Karte zu setzen“, erklärt Cornelia Poletto.

Seit fünf Jahren betreibt sie ihr Restaurant in Hamburg, doch ist sie in Deutschland vor allem durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannt geworden. Sie hatte ihre eigenen Sendungen im NDR und im Fernsehen des SR und war von 2008 bis 2012 regelmäßige Gastköchin in der ZDF-Sendung „Lanz kocht“. Seit 2015 ist sie Teamleiterin und Jurymitglied in der Kochsendung „The Taste“ auf SAT.1.

Lob für Norwegens Fischereiminister Sandberg

Zusammen mit zwei anderen Sterneköchinnen, Tanja Grandits und Sarah Henke, war Cornelia Poletto eingeladen, als der norwegische Seafood Council die Skrei-Saison in Hamburg am Donnerstag, den 23. Februar offiziell eröffnete. Hier bereiteten sie zusammen mit Journalisten und Bloggern köstliche Gerichte mit dem Winterkabeljau zu. Auch Norwegens Fischereiminister Per Sandberg nahm an der Veranstaltung teil und brillierte selbst mit seinen Fertigkeiten, als er einen Skrei vor den Augen einer großen Gruppe von Pressevertretern filetierte.

„Dass der Fischereiminister selbst hierher nach Deutschland kommt, um zu erzählen, was den Skrei so besonders macht, ist großartig und es zeigt, wie stolz Norwegen auf diesen Fisch ist. Außerdem war der Minister freundlich und sympathisch und sehr interessiert daran, wie ich den Skrei zubereite. Ich habe ihm unter anderem gezeigt, wie sich die Haut vom Skrei leichter entfernen lässt“, erzählt Poletto.

Mittlerweile ein Begriff in Deutschland

Während er in den Räumlichkeiten des »FrischeParadies« den Skrei filetierte, nutzte der norwegische Fischereiminister die Gelegenheit und erzählte, wie gut die Zunge des Kabeljaus schmeckt. Er öffnete das Maul eines großen Skreis, wies auf die Zunge und erklärte, dass Schulkinder in Nordnorwegen früh die Kunst erlernen, Kabeljauzungen herauszuschneiden und sich damit etwas Taschengeld hinzu verdienen.

„In den letzten Jahren ist Skrei ein Begriff in Deutschland geworden. Die meisten wissen vielleicht nicht sofort, was das ist, verbinden ihn aber ziemlich schnell mit Norwegen und Kabeljau. Ich selbst bin so fasziniert vom Skrei, dass ich ihm ein ganzes Kapitel in meinem allerersten Kochbuch von 2002 gewidmet habe. Zweimal war ich auf den Lofoten und habe dort selbst geangelt, aber leider habe ich nichts gefangen“, erzählt Claudia Poletto.

Quelle: Norges sjømatråd