Energie und Meeresressourcen

Die ständig anwachsende Weltbevölkerung benötigt mehr Nahrungsmittel und mehr Energie. Eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen im Meer ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung vieler globaler Herausforderungen.
Foto: Bjørn Luell/Statkraft

Mit seiner langen Küstenlinie und großen Meeresgebieten verfügt Norwegen über viel Fachkompetenz in Bezug auf Energie und Meeresressourcen. Norwegische Experten haben Technologie entwickelt, die zu einer nachhaltigen Nutzbarmachung von Naturressourcen beiträgt. Dies gilt unter anderem für erneuerbare Wasserkraft, Fisch und Meeresfrüchte, Erdöl- und Erdgasvorkommen in eigenen Gewässern sowie Entwicklungshilfe in den Bereichen Fischfang und Energie.

Das Meer ist eine Quelle lebenswichtiger Ressourcen, und das damit verknüpfte Wissen ist ganz entscheidend für kommende Generationen. Wir müssen nachhaltige Lösungen für die Ressourcennutzung schaffen, um ein gesundes Wachstum in der blauen Wirtschaft zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass wir uns für gute Umweltnormen einsetzen müssen, die auf nationaler und internationaler Ebene maßgeblich sind.

Zielsetzungen

  • Sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie haben, und zwar zu erschwinglichen Preisen
  • Lösungen für den weltweiten Energiebedarf finden, unter anderem durch Zugänglichmachung und gemeinsame Nutzung von Wissen und Fachkompetenz in Norwegen
  • Sicherstellen, dass es gut funktionierende internationale Energiemärkte, globale Energieversorgung und europäische Energiesicherheit gibt
  • Das Seerecht und Rechtsverordnungen im Bereich Umwelt auf nationaler und internationaler Ebene so wirkungsvoll wie möglich umsetzen
  • Sicherstellen, dass die Wertschöpfung in der blauen Wirtschaft auf der Grundlage einer nachhaltigen Nutzung von Meeresressourcen erfolgt
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Erdöl und Erdgas 40 % des Exports

Der Gesamtwert der Rohöl- und Naturgasexporte betrug 2015 ungefähr 450 Milliarden norwegische Kronen, was 40 Prozent des gesamten norwegischen Exports ausmacht.

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Programm „Erdöl für Entwicklung“

Norwegen hat langjährige Erfahrung mit einer Verwaltung von Erdölressourcen, bei der das nachhaltige Wirtschaftswachstum und der Lebensstandard der Bevölkerung ganzheitlich gefördert werden. Diese Erfahrungen teilt Norwegen mit zwölf anderen Ländern im Rahmen des Programms „Erdöl für Entwicklung“.

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Bedeutender Erzeuger von Wasserkraft

Norwegen ist weltweit der sechstgrößte und in Europa der größte Erzeuger von Wasserkraft.

Norwegens beitrag

  • Hervorhebung der Bedeutung des Meeres als Nahrungsmittel- und Energiequelle
  • Nachhaltige Nutzung von Energieressourcen, Meer und Meeresressourcen
  • Anregung zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Ressourcennutzung
  • Förderung von Wissen und Fachkompetenz bezüglich der nachhaltigen und ganzheitlichen Verwaltung von Meeresressourcen
  • Führende Stellung im Kampf gegen Kunststoffmüll und Mikrokunststoff im Meer
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Unentdeckte Ressourcen

Die riesigen – und zum großen Teil unerforschten – Meeresgebiete der Welt werden uns in der Zukunft potenziell mit Mineralen und einer Reihe von anderen, derzeit noch unentdeckten Ressourcen versorgen können.

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Zunehmende Kunststoffmengen im Meer

Wegen der zunehmenden Kunststoffmengen im Meer und der Folgen für das Leben im Meer wird von wissenschaftlicher Seite Besorgnis geäußert.

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36 Millionen Fisch- und Meeresfrüchtemahlzeiten

2015 exportierte Norwegen im Durchschnitt 36 Millionen Fisch- und Meeresfrüchtemahlzeiten pro Tag.

Die deutsch-norwegischen Beziehungen

Energiebeziehungen

Energie ist ein wichtiger Faktor im bilateralen deutsch-norwegischen Verhältnis. 30 % des Erdgasertrags aus dem norwegischen Kontinentalschelf wird nach Deutschland exportiert und deckt ein Drittel des deutschen Erdgasverbrauchs, vor allem zum Heizen. Niedrigere Gaspreise in Deutschland haben Erdgas auf dem Energiemarkt zudem konkurrenzfähiger gemacht. Norwegisches Erdgas trägt zur Energiesicherheit in Deutschland bei und wird im Zuge des Rückbaus der schadstoffreichen Kohleenergie eine stabilisierende Funktion auf dem deutschen Energiemarkt zugunsten der erneuerbaren Energien haben. Das neue Gassco-Gasterminal in Emden wurde im Mai 2016 eröffnet und stellt in den kommenden Jahrzehnten die norwegische Gaslieferung nach Deutschland sicher.

Das Seekabel NordLink zwischen Tonstad in Norwegen und Wilster in Deutschland soll 2020 betriebsbereit sein. Das Kabel soll durch den Zugang zu norwegischer Wasserkraft in Phasen geringer Produktionsmengen von erneuerbarer Energie in Deutschland zu einer höheren Flexibilität auf dem deutschen Energiemarkt beitragen. Der norwegische Energiekonzert Statoil ist 2016 für den Bau eines größeren Offshore-Windparks in der Ostsee (Arkona vor Rügen) eine Projektpartnerschaft mit dem deutschen Konzern E.ON eingegangen. Mit den Projekten NordLink und Arkona hat die deutsch-norwegische Energiezusammenarbeit eine außerordentliche Dimension erreicht, die Deutschland helfen wird, seine Energiewende-Ziele zu erreichen.

Fisch und Fischereiprodukte

Deutschland ist ein wichtiger Markt für norwegischen Fisch. 87.000 Tonnen Fisch und andere Fischereiprodukte aus Norwegen wurden 2016 direkt nach Deutschland importiert. Davon waren fast 50 % Lachs. Hinzu kommen große Mengen Fischereiprodukte, die nach der Veredlung in Drittländern, vor allem in Dänemark und Polen, nach Deutschland importiert werden. So ist Deutschland insgesamt einer der wichtigsten Märkte für norwegische Fischereiprodukte.

Deep Sea Mining

Deep Sea Mining, d.h. die Gewinnung von Mineralien aus dem Meeresboden, ist ein weiterer Bereich mit Potenzial zur deutsch-norwegischen Zusammenarbeit. Norwegische Gesellschaften bringen wertvolle Erfahrungen aus der Öl- und Gasgewinnung auf dem Meer mit und haben Technologien entwickelt, die Deutschland bei der Entwicklung des deutschen Ressourcen-Forschungsgebiets im Pazifik benötigen wird.