Willy-Brandt-Preis 2019

Willy Brandt-prisen - Foto:Foto: Willy-Brandt-Stiftung
Willy-Brandt-Büste des norwegischen Bildhauers Nils Aas. Foto: Norwegisch-Deutsche Willy-Brandt-Stiftung

Der diesjährige Willy-Brandt-Preis der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung geht an den norwegischen Autor Erik Fosnes Hansen und an die deutsche Literaturwissenschaftlerin Marie-Theres Federhofer. Der Preis wird am 16. Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse mit Norwegen als Ehrengast verliehen.

Der Vorstand der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung unter Leitung seiner Co-Vorsitzenden Sverre Myrli, Mitglied des Stortings, und Franz Thönnes, Parl. Staatssekretär a.D., begründet die Entscheidung für die beiden Preisträger mit deren herausragendem Engagement bei der Förderung der norwegisch-deutschen Beziehungen. Durch ihre engagierte Arbeit vermitteln die Preisträger einem breiten Publikum Kenntnisse über das jeweils andere Land und tragen somit maßgeblich zu einem besseren bilateralen Verständnis bei.

Der diesjährige norwegische Preisträger ist der international erfolgreiche Autor Erik Fosnes Hansen, der über die Jahre mit seinen Büchern ein großes deutsches Publikum erreicht hat. Er trägt wesentlich zum norwegisch-deutschen Literaturaustausch bei und ist als „norwegische Stimme“ in zahlreichen deutschen Medien präsent. Sein Werk wird häufig vom Interesse an deutscher Geschichte und Gesellschaft geprägt, wie sich etwa in seinem Debutroman Der Falkenturm zeigt, dessen Handlung im mittelalterlichen Süddeutschland angesiedelt ist. Sein neustes Buch „Ein Hummerleben“ ist soeben auf Deutsch erschienen.

Die deutsche Literaturwissenschaftlerin Marie-Theres Federhofer ist seit 2008 Professorin für deutsche Literatur und Kulturstudien an der Universität im norwegischen Tromsø. Aktuell hat sie die norwegische Henrik-Steffens-Gastprofessur am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Durch ihre Tätigkeiten in Norwegen und Deutschland vermittelt sie nicht nur zur zwischen norwegischer und deutscher Literatur, sondern steht auch für den wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern.

Der norwegisch-deutsche Willy-Brandt-Preis wird seit fast 20 Jahren jährlich von der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung an Personen oder Institutionen verliehen, die sich in besonderem Maße um das Verhältnis zwischen Deutschland und Norwegen verdient gemacht haben. Er besteht aus einer Willy-Brandt-Büste des norwegischen Bildhauers Nils Aas sowie einer Ehrenurkunde.

Quelle: Norwegisch-Deutsche Willy-Brandt-Stiftung