Reiseland Norwegen: Deutschland kann Position als wichtigster Auslandsmarkt stärken

Lofoten - Foto:Terje Rakke / Nordic Life Visitnorway.com
Deutschland ist nach wie vor stärkster Auslandsmarkt für Norwegens Tourismusbranche. Foto: Terje Rakke / Nordic Life Visitnorway.com

Ein Prozent mehr kommerzielle Übernachtungen gesamt als im Vorjahr, ein Plus von zwei Prozent bei Übernachtungen ausländischer Gäste und ein ebenfalls zweiprozentiger Zuwachs bei Übernachtungen aus dem größten Quellmarkt Deutschland: Mit diesem Ergebnis konnte das Reiseland Norwegen sein bisher bestes Ergebnis im Jahr 2016 im vergangenen Jahr 2017 noch einmal steigern.

Mit Abstand wichtigster Auslandsmarkt für die Tourismusbranche Norwegens war 2017 wie schon in den Vorjahren Deutschland. 1,72 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste gegenüber 1,68 Millionen 2016 bedeuten ein Plus von zwei Prozent. Zum guten Ergebnis beigetragen haben neben einer überdurchschnittlichen Sommersaison auch neue Impulse wie Nordlichttourismus und Kulturerlebnisse. Das immer noch wachsende Interesse an Norwegen im deutschsprachigen Raum zeigt sich auch im Nachbarland Schweiz: 225.576 Übernachtungen aus der Schweiz entsprechen einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für Manuel Kliese, Geschäftsführer D-A-CH und Niederlande der norwegischen Wirtschaftsförderung Innovation Norway und in dieser Funktion auch für die strategische Ausrichtung im Tourismus zuständig, ist das Ergebnis Konsequenz und Herausforderung zugleich: „Auch 2017 konnte Deutschland mit einem quantitativen Wachstum seine Position als größter Volumenmarkt für Norwegen auf hohem Niveau behaupten. Aus der Schweiz, die wir seit 2016 aktiv bearbeiten, sehen wir eine noch stärkere Entwicklung. Künftig werden aber bei der Analyse der Touristenströme nach Norwegen die qualitativen Aspekte eine markant wichtigere Bewertungsgrundlage sein. Norwegen bekennt sich eindeutig zu den Global Goals der UN und benötigt eine nachhaltigere Entwicklung im Land. An der Weiterentwicklung der entsprechenden Strategie arbeiten wir aktuell intensiv.“

Diese Strategie sieht vor, stärker als bisher die Reiseziele herauszustellen und zu fördern, die auf nachhaltigen Natur- und Kulturlebnissen gründen. Um ganz Norwegen mit dieser Maßgabe als ganzjähriges Reiseziel attraktiv zu machen, soll unter anderem mit allen Branchen kooperiert werden, die entsprechend hochwertige Erlebnisangebote schaffen.

„Aus norwegischer Sicht werden Faktoren wie zum Beispiel eine ausgeglichenere Saisonalität und das Aktivitäts- und Ausgabeverhalten eine höhere Gewichtung bekommen“, sagt Tina Fraune, Country Manager Tourism Germany, Switzerland & Austria bei Visit Norway. „Wir möchten neue Zielgruppen erschließen, indem wir Facetten von Norwegen zeigen, die nicht unbedingt bekannt und automatisch zugeordnet werden können. So sind beispielsweise Kulturerlebnisse und gutes Essen für deutsche Urlauber wichtige Faktoren, die zum Gelingen eines Urlaubs beitragen. Hier haben wir wahre Schätze, die wir zeigen können. Und wir wollen nicht mehr nur klassisch touristische Inhalte präsentieren, sondern auch auf spannende Themen in anderen Branchen aufmerksam machen, die Norwegen als Reiseland attraktiv machen.

Das wird sich in unserer Vermarktung und dem dazugehörigen Storytelling bemerkbar machen“, so Tina Fraune. 

Quelle: Visit Norway