Norwegen wird ab 2018 zum Hotspot für internationale Datenzentren

Sandvikafjorden - Foto:Erik Jørgensen / Visitnorway.com
Foto: Erik Jørgensen / Visitnorway.com

Grün, politisch stabil und zukunftsorientiert: Norwegen positioniert sich ab sofort als außergewöhnlich attraktiver Standort für Datenzentren aus aller Welt. Die norwegische Regierung hat die zentrale Bedeutung der Datenverarbeitung und speicherung als Ressource für eine zukunftsorientierte Wertschöpfung erkannt.

Manuel Kliese, Geschäftsführer von Innovation Norway DACH & Niederlande, hält fest: „Die Datenindustrie ist ein Wachstumsmarkt, der noch am Anfang steht und mit einer expandierenden Zulieferindustrie verbunden ist. Für Unternehmen, die ihre Rechenzentren in Norwegen ansiedeln, stellt die Kombination aus politischer Förderung und gesellschaftlicher Digitalkompetenz einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Ein weiterer Pluspunkt ist der verlässlich günstige, grüne Strom.“

Die norwegische Regierung fördert die Ansiedlung von Datenzentren mithilfe ihrer wirtschaftsfreundlichen Investitions- und Steuerpolitik. Bereits jetzt hat Norwegen eine hochentwickelte digitale Infrastruktur. Das Land gilt weltweit als Vorreiter bei der Förderung der digitalen Bildung, insbesondere an Schulen und Universitäten. Auch das EU-konforme Datenschutzniveau zeichnet Norwegen als Standort für Rechenzentren aus.

Norwegens Datenzentren sind bereits jetzt Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit, ein wichtiger Vorteil ist dabei das kühle skandinavische Klima. Nördlich von Oslo betreibt das Unternehmen IBM seit 2016 sein erstes skandinavisches IT-Datenzentrum. Das riesige Dienstleistungszentrum für nordeuropäische Kunden erzeugt keinerlei CO2-Emissionen – die Kühlung erfolgt mit Flusswasser und der Strom wird aus Wasserkraft gewonnen. Auch das in einem ehemaligen Bergwerk gelegene Lefdal Mine Datacenter am Nordfjord versorgt seine Server mit Ökostrom und kühlt sie mit Meerwasser. Bei Stavanger wird ein weiteres Rechenzentrum in einem ehemaligen NATO-Munitionsbunker mit grünem Strom betrieben und mit Fjordwasser gekühlt.

Weitere Informationen (Englisch):
Erklärung der norwegischen Regierung zur neuen Datencenterstrategie: www.regjeringen.no
Pressemeldung IBM: www-03.ibm.com
Informationen zum Lefdal Mine Datacenter: www.lefdalmine.com
Informationen zum Green Mountain Rechenzentrum bei Stavanger: https://greenmountain.no/

Quelle: Innovation Norway