Merkel und Solberg eröffnen neue Hydro-Anlage

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Bundeskanzlerin Merkel, Präsident und Vorstandsvorsitzender Brandtzæg und Ministerpräsidentin Solberg. Foto: Norsk Hydro ASA

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg haben am 4. Mai die neue Automobillinie des norwegischen Aluminiumherstellers Hydro in Grevenbroich bei Neuss eingeweiht.

An der Eröffnungszeremonie im Hydro-Werk Grevenbroich nahmen etwa 500 geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft, Vertreter der deutschen Automobilindustrie, wichtige Zulieferer, Forschung & Entwicklung und Anteilseigner teil.

Dank der neuen hochmodernen Automobillinie ist Hydro in der Lage, mehr Aluminium an die Autohersteller zu liefern. Die Jahresproduktion steigt von 50.000 auf 200.000 Tonnen Aluminiumcoils. Insgesamt liefert Hydro jährlich fast eine Million Tonnen Aluminium an die Automobilindustrie - das trägt dazu bei, dass die Industrie bessere, sicherere, komfortablere und vor allem umweltfreundlichere Autos bauen kann.

„Um das Auto von morgen zu bauen, braucht man das Metall der Zukunft. Hier in der neuen Automobillinie von Hydro werden automobile Träume und Hoffnungen wahr. Wir ermöglichen unseren Partnern, die zu den innovativsten Autobauern in der Welt gehören, ihre Fahrzeuge leichter zu machen und somit den Kraftstoffverbrauch und die Abgaswerte zu senken“, sagte Svein Richard Brandtzæg in seiner Eröffnungsrede.

„Schafft neue Arbeitsplätze und Sicherheit in beiden Ländern“

Bei der Eröffnungsfeier waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg anwesend. Dies zeigt die starke Verbundenheit und enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Beide Regierungschefinnen hielten eine Rede, bevor die neue Produktionslinie enthüllt wurde.

Angela Merkel sagte, die neue Fertigungsanlage sei ein „ausgezeichnetes Geburtstagsgeschenk zum Jubiläum von Hydro in Deutschland und ein Versprechen für die Zukunft“. Sie betonte die ausgezeichnete Energieeffizienz von Aluminium, das immer und immer wieder mit nur einem Bruchteil der ursprünglich benötigten Energie recycelt werden kann.

Die Kanzlerin sprach von Aluminium als einem Leichtmetall, das aber ein Schwergewicht sei.

Ministerpräsidentin Erna Solberg verwies auf die Bedeutung der Investition von Hydro in Deutschland als Teil eines Puzzles im Kampf gegen den Klimawandel.

„Aluminium wird daher mit Recht das ‘grüne Metall’ genannt. Dieses leichte Metall ist der Werkstoff der Zukunft und hat ein beträchtliches Potenzial, mehr und mehr verwendet zu werden. Mit dieser neuen Automobillinie versetzt Hydro die Autoindustrie in die Lage, statt Stahl zunehmend Aluminium zu verwenden. Dadurch werden die Fahrzeuge leichter. Und leichtere Fahrzeuge brauchen weniger Treibstoff und sind somit klimafreundlicher. Das hier ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Kampf gegen den Klimawandel mit dem Erfolg auf dem globalen Markt Hand in Hand gehen kann“, sagte die norwegische Ministerpräsidentin.

Sie kommentierte auch die Investition auch aus bilateralen Sicht.

„Hydro ist ein führendes Industrieunternehmen in Norwegen und ein großer globaler Aluminiumanbieter. Es ist positiv für Norwegen, dass Hydro seine internationale Position stärkt. Und es ist positiv für Deutschland, das Hydro sich entschieden hat, hier in der Nähe der deutschen Automobilindustrie zu investieren. Das schafft Arbeitsplätze und Sicherheit in beiden Ländern", fügte die Ministerpräsidentin hinzu.

Ein Rundgang durch die neue Fertigungsanlage

Nach der offiziellen Eröffnung führte der junge Ingenieur Lutz Kaufmann aus dem Grevenbroicher Werk Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Erna Solberg durch die neue Produktionsanlage, bevor beide ein kurzes Statement für die Medien abgaben.

„Es gibt auch viele konkrete Verbindungen zwischen unseren Ländern, zum Beispiel Pipelines für Erdgas und Seekabel für Strom, die Südnorwegen und Norddeutschland verbinden. Durch die Wahl von Deutschland als strategischem Partner für neue U-Boote haben wir meiner Meinung nach eine gute Grundlage für langfristige Beziehungen - sowohl im militärischen wie im industriellen Bereich gelegt. Das norwegische Unternehmen Hydro hat in den letzten Jahren einige strategische Investitionen in Norwegen und Deutschland vorgenommen, um die Nachfrage nach Aluminium seitens der Automobilindustrie erfüllen zu können. Gleichzeitig sichert Hydro dadurch hochwertige Industriearbeitsplätze in beiden Ländern. Die neue Automobillinie hier in Grevenbroich in der Nähe von Düsseldorf ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Ministerpräsidentin Solberg.

 Quelle: Norsk Hydro ASA