Berlinale: Norwegen EFM-Fokusland

Norway House at Berlinale 2019

Als diesjähriges Fokusland beim European Film Market EFM eröffnet Norwegen zur Berlinale ein ganzes Haus. Während der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin steht das eigene Festivalzentrum vor dem Gropiusbau für die bisher stärkste Präsenz Norwegens bei der Berlinale. Auch beim Wettbewerbsprogramm ist das Land stark vertreten.

Norwegen ist erstes europäisches Land im Fokus des Branchentreffs European Film Market EFM, der während der vom 7. bis 17. Februar dauernden Berlinale stattfindet. Vorgänger sind Mexiko und Kanada.

Mit dem Norwegen-Haus gibt es gleich ein eigenes Festivalzentrum. Es steht gleich gegenüber vom Gropius Bau, dem zentralen Ort des EFM und ist vom 8. bis 13. Februar geöffnet.

„Das Privileg, das erste europäische Land im Fokus zu sein, ist eine große Ehre für Norwegen als Filmnation“, sagt die norwegische Kulturministerin Trine Skei Grande, die das Norwegen-Haus am Freitag, den 8. Februar, um 11:30 Uhr offiziell eröffnet. Damit startet sie ein Jahr mit gleich drei sehr wichtigen Kulturveranstaltungen, bei denen Norwegen im Fokus ist. Im Frühjahr steht das Bremer Jazzahead Festival (25. bis 28. April) an, im Herbst folgt dann mit der Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober) und Norwegen als Gastland der Höhepunkt.

„Kunst und Kultur haben im Wesentlichen mit Meinungsfreiheit zu tun. Sie haben das Potenzial, uns zu bilden, herauszufordern und zu entwickeln. Meinungsvielfalt in Kunst, Kultur und Gesellschaft als Ganzes bringen uns als Nationen voran. Der Europäische Filmmarkt ist ein Fest der Vielfalt und zeigt uns, dass Geschichten keine Grenzen kennen. Die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten wie dem Anschauen eines Films oder dem Lesen eines Buches sind wertvolle Erfahrungen, die unsere Perspektive erweitern", fügt Skei Grande hinzu.

Fokusland zu sein ermöglicht Norwegen neue und aufstrebende Talente mitsamt ihren Projekten im Bereich Spielfilme, Drama-Serien und Dokumentationen zu präsentieren. Norwegen zeigt wie Incentive-Programm, atemberaubender Natur, ausgezeichnete Infrastruktur und hochqualifizierte Filmschaffenden mit innovativen Ansätzen das Land als attraktives für Filmproduktionen machen.

Norwegen hat einen eigenen Platz im EFM Horizont-Programm, wo es um den Einsatz von Blockchain und Einsparungen bei gleichzeitiger Optimierung geht. Dort wird der Regisseur Erik Poppe („Troubled Water“, „Utøya, 22 Juli“) sprechen.

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Gleichstellung - auch im Film

Norwegen nutzt diese Gelegenheit und besondere Aufmerksamkeit auch, um seine Arbeit zur Gleichstellung der Geschlechter und Vielfalt in der Filmindustrie hervorzuheben, und veranstaltet mehrere Seminare zu diesem Thema.  

Norway House: Treffen mit den Norwegern

Während der Berlinale wird das neu erbaute Norway House Seminare, Präsentationen, Networking-Events, Debatten, Empfänge, Pressekonferenzen sowie Begegnungen mit norwegischen Filmorganisationen und Branchenvertretern veranstalten. Dazu gehören Sørfond, die Film Commission Norway, die regionalen Filmzentren und Fonds, das Tromsø International Film Festival sowie die Unternehmen Storyline, Skeie Seating, DVNor/NagraKudelski, Nettkino, Gimpville, Dagslys, Kamera Rental und Skeie Seating. 

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Starke Aufstellung

Norwegen ist in diesem Jahr nicht nur EFM-Fokusland, sondern hat auch eine historisch starke Besetzung im Festivalprogramm. So nimmt Hans Petter Moland zum vierten Mal im Wettbewerbsprogramm teil. Diesmal ist er mit der Verfilmung von Per Pettersons Roman „Pferde stehlen“, bei der unter anderem Stellan Skarsgård mitspielt, vertreten.

Ins Generation Kplus-Programm hat es wieder eine Stop-Motion-Animation aus Norwegen geschafft, und zwar zum zweiten Mal mit den Figuren Solan und Ludvig. Diesmal machen sie sich „Auf zum Mond“ (Regisseur: Rasmus Sivertsen). Norwegen hat zum ersten Mal einen Film im Programm der Berlinale Classics und es ist nur natürlich, dass hier Norwegens international bekannteste Schauspielerin, Liv Ullmann, in ihrem Debütfilm "Ung flukt" aus dem Jahr 1959 zu sehen ist. Regie führte - damals sehr ungewöhnlich - mit Edith Carlmar eine Frau! 

Neben diesen Filmen gibt es auch die beiden Kurzfilme „Dad“ und „She-Pack“ und schließlich den Dokumentarfilm „False Belief“ im Forum Epanded-Programm. 

Alle Filme und deren Vorführungszeiten finden Sie hier.

Norwegens Shootingstar: Ine Marie Wilmann

Die norwegische Schauspielerin Ine Maria Wilmann - diesjähriger norwegischer Shooting Star im Berlinale-Programm der European Film Promotion - hat zuletzt die Hauptrolle in Anne Sewitskys Sonja - The White Swan (Sonja) gespielt, dem Biopic der norwegischen Eislauf-Weltmeisterin und Filmstar Sonja Henie, die beim American Sundance Film Festival ihre internationale Premiere hatte.  Lesen Sie hier ein Interview mit Wilmann.

 

Um das gesamte Programm für Norwegens Land im Fokus zu sehen, besuchen Sie bitte www.nfi.no