40 Jahre norwegische Gaslieferung nach Deutschland

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Das Gasterminal in Emden. Foto: Gassco German Branch

Heute markieren wir einen wichtigen Tag in der Geschichte der deutsch-norwegischen Beziehungen. Seit genau 40 Jahren landet norwegisches Erdgas in Emden an und sorgt für Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent.

Am 8. September 1977 strömte das erste Gas vom Ekofisk-Feld durch die Norpipe-Leitung nach Deutschland. Die 440 Kilometer lange Pipeline endet in dem von Gassco betriebenen Empfangsterminal, wo das Gas aufbereitet und in das Netz eingespeist wird. Das Emden-Terminal empfängt weiterhin einen bedeutenden Anteil der norwegischen Gaslieferungen nach Deutschland durch Norpipe.

Im Zuge der Erschließung neuer Felder und des steigenden Bedarfs kamen mit Europipe I und II weitere Leitungen hinzu, die im ostfriesischen Dormum/Nesse anlanden. Insgesamt gelangen hierdurch pro Jahr rund 45 Milliarden Standardkubikmeter Gas und damit 40% der norwegischen Gasexporte nach Deutschland. Mehr als die Hälfte hiervon geht an deutsche Verbraucher und deckt 26% des deutschen Erdgasverbrauchs. Somit ist Gas aus Norwegen tragende Säule einer zuverlässigen Energieversorgung Europas und wichtiger Bestandteil der deutsch-norwegischen Zusammenarbeit geworden.

Neben der wichtigen Rolle, die Gas aus Norwegen bereits bei der Diversifizierung der Versorgungsquellen für Europa spielt, sprechen auch die flexible Handhabung und die relativ saubere Verbrennung für Erdgas als Energieträger. Norwegen wird auch in Zukunft angesichts erhöhter Nachfrage nach sauberer, zuverlässiger Energie in einem Mix mit erneuerbaren Energien als Deutschlands Partner in einer stabilen Zusammenarbeit im Energiesektor zur Verfügung stehen und somit seinen Beitrag zur deutschen Energiewende leisten.