Guide Michelin 2017: Sterne-Rochade an Norwegens Kochhimmel

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Seit 2015 kann man im Sabi Omakas allerfeinste Sushi-Kreationen speisen. Foto: Fredrik Ringe

Klasse gewonnen und Klasse gehalten: Norwegens Kochkünstler wurden von Testern des Michelin Guide Nordic Countries 2017 erneut mit insgesamt sieben Sternen belohnt. In Stavanger und Oslo freut man sich besonders.

Mit insgesamt sieben Sternen für besondere Kochkünste konnten Norwegens Spitzenrestaurants bei der Vergabe der diesjährigen Michelin-Sterne ihren Rekord von 2016 wiederholen. Besonders große Freude herrscht in Stavanger: Dank eines Sterns für die kleine Sushi-Bar Sabi Omakase kann sich Norwegens langjährige Ölhauptstadt jetzt mit gleich zwei Sterne-Restaurants schmücken. Das kleine Asia-Haus unter Leitung des philippinischen Chefkochs Roger Asakil Joya galt unter Kennern der Restaurantszene Fjordnorwegens schon länger als Geheimtipp. Seinen Sterneerfolg des Vorjahres wiederholen konnte Sven Erik Renaa, Betreiber des RE-NAA. Dank beider Preisträger ist Stavanger die einzige Stadt Norwegens, in der außerhalb von Oslo Michelin-prämierte Spitzenküche zuhause ist.

Das Restaurant Maaemo behält drei Sterne

Ein neues Kapitel norwegischer Gastronomie-Geschichte wurde in Oslo geschrieben: Norwegens erstes und einziges Drei-Sterne-Restaurant Maaemo konnte seine Spitzenplatzierung des Vorjahres halten und ist damit weiterhin eines von nur 119 Restaurants weltweit, die sich der höchsten gastronomischen Auszeichnung rühmen dürfen. Zu den Besonderheiten des Hauses unter Leitung des renommierten Küchenchefs Esben Holmboe Bang gehören mehrstündige Menüs aus bis zu 20 Gängen, deren wechselnde Kompositionen „Eine Reise durch die norwegische Landschaft“ widerspiegeln.

Einen Rekord verzeichnet das Statholdergaarden im historischen Teil der Osloer Innenstadt, das bereits zum 20. Mal in Folge einen Stern für sich verbuchen konnte. Für den langjährigen Erfolg steht der erste nordische Bocuse d’Or Gewinner Bent Stiansen, der den höchsten Titel der Kochwelt schon 1993 gewann.

Seine Klasse halten konnte auch der letztjährige Neuling im Kreis der Osloer Sterneküche. Das Kontrast unter Leitung des Schweden Mikael Svensson wurde auch 2017 mit einem Stern prämiert. Der Name des Restaurants ist Programm, da die saisonalen Zutaten der 6- bis 10-Gänge-Menüs auf starke Geschmacksgegensätze setzen.

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Quelle: Visit Norway