Frieden, stabilität und sicherheit

Die weltweiten Sicherheitsherausforderungen werden immer komplexer. Norwegen stellt sich diesen Herausforderungen durch eine starke Verankerung in der NATO, ein breites Engagement für Frieden und Versöhnung und die internationale Zusammenarbeit.
Foto: Lars Røraas /Forsvaret

Die Lage im Umfeld unseres Landes und in der Randzone Europas bietet größere Herausforderungen als früher. Das Bild der Akteure ist komplexer geworden, und Konflikte breiten sich über Landesgrenzen hinweg aus. Internationaler Terrorismus, organisierte Kriminalität und Bedrohungen im digitalen Raum sind neue Herausforderungen.

Die Verankerung in der NATO und die transatlantischen Beziehungen sind die Grundpfeiler der norwegischen Außen- und Sicherheitspolitik. Außerdem verstärkt Norwegen die europäische und nordische Dimension durch eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit ausgewählten europäischen Alliierten.

Die Vereinten Nationen und die von den Vereinten Nationen verwaltete Rechtsordnung haben zentrale Bedeutung für Norwegen. Hier geht es Norwegen darum, ein aktiver Mitspieler zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Deshalb kandidiert Norwegen für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat (2021/2022).

Auch das Engagement für Frieden und Versöhnung ist ein zentraler Bestandteil der norwegischen Außenpolitik. Norwegen setzt sich aktiv dafür ein, Kriege und Konflikte durch politische Lösungen dauerhaft zu beenden, indem der Dialog zwischen Konfliktparteien gefördert und die Bestrebungen anderer Akteure im Hinblick auf eine Konfliktlösung unterstützt werden.

Norwegen setzt sich für den Abbau von Kernwaffen durch gegenseitige, ausgewogene und nachprüfbare Abrüstung ein. Dies entspricht unseren Werten, Interessen und internationalen Verpflichtungen.

Norwegen legt ferner großes Gewicht auf die Nutzung entwicklungspolitischer Instrumente zur Bewältigung globaler Sicherheitsherausforderungen.

Norwegen will zur Erreichung folgender Ziele beitragen:

  • Aufrechterhaltung der sehr engen transatlantischen Beziehungen und Weiterentwicklung der langfristigen sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten
  • Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der internationalen Rechtsordnung
  • Schaffung von Frieden und Versöhnung in Kriegs- und Konfliktgebieten
  • Sicherstellung einer ausgewogenen, gegenseitigen, nicht rückgängig machbaren und nachprüfbaren Abrüstung
  • Vorbeugung und Bekämpfung von Radikalisierung, gewalttätigem Extremismus, organisierter Kriminalität, Piraterie, digitalen Bedrohungen und Konflikten
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Frauen, Frieden und Sicherheit

In Bezug auf die Förderung einer aktiven Teilnahme von Frauen an Friedensprozessen und den Anteil von Frauen bei Friedensvermittlungsbemühungen liegt Norwegen weit vorn. 2015 wurde das nordische Netzwerk von Friedensvermittlerinnen ins Leben gerufen, und Norwegen setzt sich jetzt dafür ein, dass eine globale Allianz der regionalen Netzwerke von Friedensvermittlerinnen geschaffen wird.

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Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus

Norwegens Maßnahmenprogramme zur Bewältigung globaler Sicherheitsherausforderungen zielen einerseits auf die Bekämpfung schwerer und organisierter Kriminalität und andererseits auf die Eindämmung von Radikalisierung, gewalttätigem Extremismus und Terrorismus ab.

Norwegens beitrag:

  • Aktive Teilnahme an der internationalen Zusammenarbeit innerhalb der folgenden Organisationen bzw. zusammen mit diesen: Vereinte Nationen, NATO, OSZE, Europarat und Europäische Union
  • Beteiligung an der Verhinderung, Dämpfung und Lösung von Konflikten durch unser Engagement für Frieden und Versöhnung und durch unsere Unterstützung der Vereinten Nationen
  • Teilnahme an internationalen Friedensmissionen und Bündnismissionen
  • Zusammenarbeit mit unseren Alliierten und anderen Staaten (im Rahmen globaler Partnerschaften) im Hinblick auf grenzüberschreitende Sicherheitsherausforderungen wie Terrorismus, organisierte Kriminalität und Bedrohungen im digitalen Raum
  • Kandidatur Norwegens für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat (2021/2022)
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Norwegen als Mediator

Norwegen trug dazu bei, dass 2016 ein Friedensvertrag zwischen der FARC-EP und der kolumbianischen Regierung abgeschlossen werden konnte. Außerdem ist Norwegen offizieller Mediator bei den Friedensverhandlungen mit der ELN-Guerilla in Kolumbien und dem oppositionellen Bündnis NDFP auf den Philippinen. Darüber hinaus trägt Norwegen zu diskreten Gesprächen von Konfliktparteien bei, die sich noch nicht auf offizielle Verhandlungen geeinigt haben.

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Teilnahme an UN-Friedensmissionen

Norwegen nimmt gegenwärtig mit etwa 45 Militärpersonen an drei UN-Friedensmissionen teil – MINUSMA in Mali, UNMISS im Südsudan und UNTSO im Nahen Osten. Außerdem hat Norwegen rund 30 Polizeikräfte für die UN-Friedensmissionen im Südsudan (UNMISS), auf Zypern (UNFICYP), auf Haiti (MINUJUSTH) und in Kolumbien (UNMC) abgestellt. Hinzu kommen zivile Berater bei der UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo und weitere zivile Mitarbeiter, die direkt bei den Vereinten Nationen angestellt sind.