Vienna Pride 2017: 22. Regenbogenparade und gemeinsame Erklärung von Diplomats for equality

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Norwegen hat zusammen mit 18 Botschaften und Delegationen an der Pride-Regenbogenparade teilgenommen.

(Weitere Fotos finden Sie unter: https://www.facebook.com/pg/barnabyjacoskinner/photos/?tab=album&album_id=1012007782236055)

Der Pride-Monat Juni ist bald vorbei. Natürlich war es auch in Wien eine große Feier. Etwa 185.000 Menschen haben laut Veranstaltern an der Regenbogenparade am 17. Juni um die Ringstraße teilgenommen. Die Norwegische Botschaft und Delegation hat zusammen mit 18 anderen Botschaften und Delegationen unter dem Banner Diplomats for Equality (Diplomatinnen und Diplomaten für Gleichbehandlung) teilgenommen. Diplomats for Equality ist sogar mit dem Preis für die beste Gruppe in seiner Kategorie ausgezeichnet worden. Die Diplomaten haben folgende gemeinsame Erklärung im Zusammenhang mit der Parade veröffentlicht:

Wien (OTS) - Wir, die diplomatischen Vertretungen Australiens, Belgiens, Bulgariens, Dänemarks, Deutschlands, Estlands, Finnlands, Frankreichs, Georgiens, Griechenlands, Islands, Italiens, Kanadas, Litauens, Luxemburgs, Montenegros, Neuseelands, der Niederlande, Norwegens, Rumäniens, Schwedens, der Schweiz, Serbiens, Sloweniens, Spaniens, des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika sowie Zyperns, bekunden gemeinsam mit der Vertretung der Europäischen Kommission und der in Wien ansässigen Agentur der Europäischen Union für Grundrechte unsere Unterstützung für die Wiener Regenbogenparade „Viele Farben - eine Gemeinschaft“ und nehmen als „Diplomatinnen und Diplomaten für Gleichbehandlung!“ am Samstag, dem 17. Juni 2017, an dieser Regenbogenparade teil.

Wir haben am 17. Mai den Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie begangen und feiern jetzt die Regenbogenparade 2017 in Wien. Wir bekräftigen unsere Ablehnung jeder Form von Diskriminierung, einschließlich der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung und der Geschlechtsidentität. Die internationalen Menschenrechtsnormen beruhen auf der Prämisse, dass gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte alle Menschen Anspruch auf die gleichen Rechte und Grundfreiheiten haben. Alle Menschen, also auch lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI-Community), müssen frei und ohne Angst vor Gewalt oder Diskriminierung leben und eine aktive Rolle in der Gesellschaft spielen können.

Bildung, Sensibilisierung und Dialog sind Voraussetzung für die Überwindung von Stereotypen sowie von Vorurteilen gegenüber der LSBTI-Community. Gegen die laufende und inakzeptable Diskriminierung und Verfolgung muss weltweit mehr getan werden. Hass, Gewalt, Willkür und Todesstrafe können wir nicht hinnehmen. In über 70 Ländern ist einvernehmlicher Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Erwachsenen immer noch strafbar. Wir werden im Rahmen der UNO, der OSZE und der EU weiter unermüdlich für die Würde und Nichtdiskriminierung der LSBTI-Community kämpfen. Wir danken den Veranstaltern der Regenbogenparade und freuen uns auf ein Wiedersehen bei EuroPride 2019 in Wien.